Altschneefelder: die unterschätzte Gefahr im Frühsommer
Die meisten Bergunfälle im Frühsommer passieren nicht an Kletterstellen, sondern auf harmlos aussehenden Schneefeldern. Ein ausgerutschter Schritt auf hartem Firn ist kaum zu bremsen.
❄️ Route auf Schnee prüfen →So geht's
- Route planen – Peakflow prüft automatisch, ob sie über Schnee führt.
- Liegt Schnee auf dem Weg, blendet sich die Schneekarte ein (Satellitendaten, etwa 10 Meter Auflösung, alle paar Tage neu).
- Höhenlage prüfen: Ab welcher Höhe beginnt der Schnee, und wie steil ist das Gelände dort?
- Entscheiden: Grödel und Stöcke mitnehmen, Route ändern oder ein paar Wochen warten.
Warum Firn so tückisch ist
Morgens ist Altschnee hart wie Beton, nachmittags weich. Wer früh unterwegs ist, braucht Grödel; wer spät kommt, bricht ein und findet darunter Hohlräume über Bächen. Beides ist unangenehm, das erste ist gefährlich: Auf hartem Firn über 30 Grad rutscht man weit.
Was die Satellitenkarte kann – und was nicht
Sie zeigt Flächen ab etwa 10 Metern und ist wenige Tage alt. Kleine Restfelder in Rinnen sieht sie nicht zuverlässig, und eine Wolkendecke verzögert die Aufnahme. Sie ersetzt also nicht den Blick ins Gelände, aber sie beantwortet die Frage, die vorher niemand beantworten konnte: Liegt auf meiner Route überhaupt noch Schnee?
Faustregeln für den Frühsommer
Nordseiten halten Schnee Wochen länger als Südseiten. Rinnen und Kare sammeln ihn. Über 2.000 Metern ist bis Ende Juni fast immer mit Restfeldern zu rechnen. Und: Der Weg unter dem Schnee ist nicht markiert – Orientierung wird zum eigenen Problem.
Häufige Fragen
Brauche ich Grödel oder Steigeisen?
Für kurze, flache Felder genügen Grödel und Stöcke. Wird es steiler als 30 Grad oder länger, gehören Pickel und Erfahrung dazu.
Wie aktuell ist die Schneekarte?
Die Satellitenbilder sind wenige Tage alt; bei durchgehender Bewölkung kann es länger dauern.
Gilt das auch im Herbst?
Ja, Neuschnee ab September macht Wege genauso rutschig – dann zeigt Peakflow zusätzlich die Schneefallgrenze der nächsten Tage.
Passt dazu
- GPX auf die Garmin-Uhr senden – ohne Kabel, ohne Abo
- Gehzeit berechnen: wie lange dauert diese Wanderung wirklich?
- SAC-Wanderskala: T1 bis T6 verständlich erklärt
- Offline-Wanderkarte: navigieren ohne Netz
- Rundweg planen: hin und zurück auf verschiedenen Wegen
- Rennen & Läufe mit Streckenprofil
- Gipfel in den Alpen
- Alle Anleitungen
Was du mit Peakflow machen kannst
Kostenloser Routenplaner für die Alpen – ohne Abo, ohne Konto-Zwang.
Wander- und Trailpfade statt Luftlinie – mit Untergrund, Steigung und realistischer Gehzeit.
Jede Änderung an der Route rechnet Distanz, Auf- und Abstieg sofort neu.
Route mit einem Tipp an Garmin, Suunto oder Coros – oder als GPX exportieren.
Wetter direkt auf der Route, Stunde für Stunde – inklusive Schneegrenze und Gewitterrisiko.
Haltestellen und Fahrpläne auf der Karte: Tour planen ohne zweites Auto am Startpunkt.
Öffnungszeiten, Bergbahnen und Wasserquellen entlang der Strecke – alles an einem Ort.