Altschneefelder: die unterschätzte Gefahr im Frühsommer

Die meisten Bergunfälle im Frühsommer passieren nicht an Kletterstellen, sondern auf harmlos aussehenden Schneefeldern. Ein ausgerutschter Schritt auf hartem Firn ist kaum zu bremsen.

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So geht's

  1. Route planen – Peakflow prüft automatisch, ob sie über Schnee führt.
  2. Liegt Schnee auf dem Weg, blendet sich die Schneekarte ein (Satellitendaten, etwa 10 Meter Auflösung, alle paar Tage neu).
  3. Höhenlage prüfen: Ab welcher Höhe beginnt der Schnee, und wie steil ist das Gelände dort?
  4. Entscheiden: Grödel und Stöcke mitnehmen, Route ändern oder ein paar Wochen warten.

Warum Firn so tückisch ist

Morgens ist Altschnee hart wie Beton, nachmittags weich. Wer früh unterwegs ist, braucht Grödel; wer spät kommt, bricht ein und findet darunter Hohlräume über Bächen. Beides ist unangenehm, das erste ist gefährlich: Auf hartem Firn über 30 Grad rutscht man weit.

Was die Satellitenkarte kann – und was nicht

Sie zeigt Flächen ab etwa 10 Metern und ist wenige Tage alt. Kleine Restfelder in Rinnen sieht sie nicht zuverlässig, und eine Wolkendecke verzögert die Aufnahme. Sie ersetzt also nicht den Blick ins Gelände, aber sie beantwortet die Frage, die vorher niemand beantworten konnte: Liegt auf meiner Route überhaupt noch Schnee?

Faustregeln für den Frühsommer

Nordseiten halten Schnee Wochen länger als Südseiten. Rinnen und Kare sammeln ihn. Über 2.000 Metern ist bis Ende Juni fast immer mit Restfeldern zu rechnen. Und: Der Weg unter dem Schnee ist nicht markiert – Orientierung wird zum eigenen Problem.

Häufige Fragen

Brauche ich Grödel oder Steigeisen?

Für kurze, flache Felder genügen Grödel und Stöcke. Wird es steiler als 30 Grad oder länger, gehören Pickel und Erfahrung dazu.

Wie aktuell ist die Schneekarte?

Die Satellitenbilder sind wenige Tage alt; bei durchgehender Bewölkung kann es länger dauern.

Gilt das auch im Herbst?

Ja, Neuschnee ab September macht Wege genauso rutschig – dann zeigt Peakflow zusätzlich die Schneefallgrenze der nächsten Tage.

Passt dazu

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Route mit einem Tipp an Garmin, Suunto oder Coros – oder als GPX exportieren.

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Wetter direkt auf der Route, Stunde für Stunde – inklusive Schneegrenze und Gewitterrisiko.

🚌Anreise mit Bus & Bahn

Haltestellen und Fahrpläne auf der Karte: Tour planen ohne zweites Auto am Startpunkt.

🏔️Hütten & Einkehr

Öffnungszeiten, Bergbahnen und Wasserquellen entlang der Strecke – alles an einem Ort.

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